The Broad Museum

Wie ein riesiger, weißer Quader thront neben der Walt Disney Concert Hall ein neues Gebäude. The Broad Museum. Meine Freunde und Familie können bezeugen wie begeistert ich von dem Museum bin, denn sie mussten mehrmals die Erzählungen und (sehr viele) Bilder über sich ergehen lassen. Es war wirklich das beste Museum in dem ich jemals war. Alles hat perfekt gepasst, die Architektur, die Lage und vor allem die Kunstwerke. Ich persönlich interessiere mich vor allem für zeitgenössische Kunst, weswegen meine Wünsche alle erfüllt wurden. Über Jeff Koons, Cindy Sherman, Andreas Gursky, Joseph Beuys bis hin zu Jean-Michel Basquiat – und vielen weiteren – sind so gut wie alle wichtigen zeitgenössische Künstler vertreten (Wer Dürer und co. sehen will, würde hier nicht glücklich werden).

The Broad Museum ist ein privates Museum für zeitgenössische Kunst in Downtown Los Angeles. Es wurde am 15.09.2015 eröffnet und enthält die Sammlung der Auftraggeber Eli und Edyth Broad. In Zusammenarbeit mit Gensler Architects entwarf und realisierte das Architekten Büro Diller Scifidio + Renfro das Bauwerk. Schon das Gebäude ist ein Kunstwerk. Die helle Fassade mit den wabenartigen, regelmäßigen Ausbuchtungen liegt wie eine Hülle über dem inneren Kern. Besonders gut kann man das am Eingang des Museum erkennen, wo die Besucher zwischen Außenfassade und Glasfront auf den Einlass warten. Im Erdgeschoss befindet sich neben der Kasse, dem Shop und der Garderobe ein geschlossener Bereich, der für temporäre Ausstellungen genutzt wird. Während meines Besuchs im September wurde dort Cindy Sherman – Imitation of Life ausgestellt.

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The Broad Museum – Vorgelagerte Fassadee
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THe Broad Museum – Auf der Rolltreppe
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The Broad Museum – Blick auf die Walt Disney Concert Hall

Eine Rolltreppe bringt die Besucher in die Dauerausstellung des Broad Museums. Schon beim hochfahren war ich überwältigt. Die gesamte obere Fläche des Gebäudes ist ein offener Raum, der nur durch Trennwände unterteilt wird. Diese Wände schließen jedoch nicht nach oben ab, weswegen ein offenes, freies Raumgefühl entsteht. Die Außenfassade schwebt über einem Quader, der komplett aus Glas besteht. Dadurch ist die gesamte Ausstellungsfläche sehr hell, was auch von den weißen Wänden unterstützt wird. Was mir außerdem sehr gefallen hat, ist die Art und Weise wie die Kunstwerke präsentiert werden. Grob sortiert nach Künstlern, hat jedes Werk genug Platz um seine Wirkung zu entfalten. Zu voll gestopfte Museen finde ich persönlich nicht gut. Über mein absolutes Highlight der Ausstellung habe ich schon einen eigenden Blogbeitrag geschrieben, doch es gab natürlich noch mehr interessante Kunstwerke zu sehen.

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Jeff Koons – Tulip, 1995 – 2005
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Ed Ruscha – Norm’s, La Cienega on Fire, 1964
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Roy Lichtenstein – Goldfish Bowl, 1977
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Sherrie Levine – Fountain (Buddha), 1996
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Jeff Koons – Rabbit, 1996

In den blanken, spiegelnden Oberflächen kommt die Fassade des Broad Museums besonders gut zur Geltung 😉

Autor: Julia

Mein Name ist Julia, ich bin 22 Jahre alt und studiere im schönen München Kunstgeschichte. Hier schreibe ich über Kunst, Kultur, Architektur und alles was mich sonst noch interessiert.

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