„Übermensch“ – Littlewhitehead in der Nir Altma Galerie

Die Ausstellung des Künstlerduos Littlewhitehead beginnt mit drei kleinen, weißen Köpfen, welche auf Stahlstangen aufgespießt wurden, diese repräsentieren den „Übermensch“. Hinter dem Duo befinden sich die beiden Künstler Craig Little und Blake Whitehead, deren Werke in der Münchner Galerie Nir Altman bis zum 04. April zu sehen sind. Die Ausstellung „Übermensch“ präsentiert eine Reihe neuer Skulpturen, welche sich satirisch mit Nietzsches Theorie des Übermenschen auseinandersetzten. Sie versuchen der Figur eine Identität zu geben, ihr empirisches Wesen darzustellen und dabei gleichzeitig auch den fiktiven, ätherischen Mann zu umschreiben. Die 11 Skulpturen, die sich in der Galerie befinden, sind eine Konstruktion der gegenständlichen Objekte dieser imaginären Person. Dabei wird eine wiederkehrende Thematik behandelt: „das Verhältnis zwischen der Verwirklichung einer Fiktion und der Fiktionalisierung einer Wirklichkeit“ (Auszug Ausstellungstext)

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Littlewhitehead – When Will It End – 2017
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Littlewhitehead – Flash Point – 2017
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Littlewhitehead – All In Slow – 2017
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Littlewhitehead – All In Slow – 2017
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Littlewhitehead – Phase In – 2017

Das Duo spielt dabei auch immer wieder auf persönliche Idole und Interessen an. So bezieht sich die Skulptur „All In Slow“ auf Richard Prince, der unter anderem für seine Fotografien einer Marlboro Werbung bekannt ist. Mein persönliches Lieblingsstück ist „When Will It End?“. Einzeln betrachtet sind ein persischer Teppich und die Handläufe  eines Pool Einstieges sehr alltägliche Objekte – wirklich nichts Außergewöhnliches. Doch Littlewhitehead inszenierte mit diesen Gegenständen eine neue Welt, in der man plötzlich in den Teppich (vielleicht auch in die ganze persische Geschichte) einzutauchen vermag. Bei vielen der Ausstellungsstücke finden sich solche Andeutungen auf fiktionale Welten, womit das Künstlerduo auf das Verhältnis von virtuelllen und physischen Räumen aufmerksam macht. So regen die Künstler uns an, über die existenziellen Unsicherheiten im heutigen „Zeitalter der konstruierten Hyperidentität“ (Auszug Ausstellungstext)  nachzudenken.

Die Ausstellung geht noch bis zum 07. April und ist einen Besuch wert 🙂

weitere Informationen auf http://www.niraltman.com

Autor: Julia

Mein Name ist Julia, ich bin 23 Jahre alt und studiere Kunstgeschichte im Master an der LMU München. Ich schreibe über Kunst, Kultur, Architektur und alles was mich sonst noch interessiert.

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