Palazzo Ducale – Venezia

Wir befinden uns in Venedig auf dem Piazza San Marco. Selfiesticks, enge Sandalen und kurze Shorts umringen uns. Das Warten wird sich lohnen – Wirklich! Nicht ohne Grund stehen jeden Tag sehr viele Touristen, sehr lange an, um den Palazzo Ducale zu besichtigen. Die bekannte Fassade des Gebäudes, welche auf vielen Postkarten und asiatischen Hochzeitsbildern wiederzufinden ist, wurde von byzantinischen Einflüssen geprägt. Kennzeichnend dafür ist die Verwendung von farbigen Baumaterial, weswegen der Palazzo Ducale (und auch der Rest Venedigs) in Pastellfarben strahlt.

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Nach Betreten des offiziellen Einganges erstreckt sich ein großer Innenhof vor den Besuchern, der ebenso beeindruckend wie die Außenfassade ist. Um in das Obergeschoss zu gelangen müssen wir die Stufen der Scala dei Giganti hinauf laufen. Freundliche Mitarbeiter weisen uns den Weg in die zugänglichen Räumlichkeiten. Die venezianische Vorliebe für goldene Ornamente und eine prunkvolle, künstlerische Ausarbeitung, wird bereits im Treppenaufgang sichtbar.

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Die Innenräumes des Palazzo Ducale sind von meterlangen Wandgemälden, dunklem Holz und viel Gold geprägt. Diese Gestaltung hatte nur einen Zweck – die Darstellung von der Macht und des Reichtums Venedigs. Der größte Saal des Palazzos ist zugleich der eindrucksvollste. 54 Meter Länge misst der Saale des Großen Rates. Darin befindet sich das seinerzeit größte Ölgemälde, welches sich über 22 Meter erstreckt und von Jacopo Tintoretto gefertigt wurde. Es zeigt das Paradies, in dem Jesus ein Gewand trägt, welches normalerweise dem Dogen vorenthalten war. Er wird zu dem himmlischen – zu dem wahren Dogen von Venedig. Auch 500 Jahre später können wir uns immer noch an dieser gekonnten Selbstinszienierung erfreuen, die übrigens am goldensten in der Abendsonne erscheint.

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Autor: Julia

Mein Name ist Julia, ich bin 22 Jahre alt und studiere im schönen München Kunstgeschichte. Hier schreibe ich über Kunst, Kultur, Architektur und alles was mich sonst noch interessiert.

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