Cindy Sherman – Imitation of Life

Es ist kaum zu glauben, dass auf den 120 Fotografien der Ausstellung immer die selbe Person zu sehen ist. Ein Schulmädchen, eine gealterte Filmdiva, die Mutter Gottes, eine verwahrloste Frau oder eine schwarze Tänzerin, Cindy Sherman kann sich in jeden verwandeln. Vom 11.06.16 bis zum 02.10.16 konnte man im The Broad Museum, Los Angeles, nach 20 Jahren die erste große Ausstellung zu ihren Werken besuchen. Unter dem Titel „Imitation of Life“ wurde ein breites Spektrum ihrer Fotografien ausgestellt. Sherman ist bekannt für ihre Rollenspiele, bei denen sie von Medien beeinflusste, weibliche Stereotypen wiedergibt, indem sie mit Persönlichkeiten, Umgebungen und Gestalt spielt. Dabei arbeitet sie alleine in ihrem Studio und wird somit selbst zur Direktorin, Fotografin, Make-up Artist, Hairstylist und Subjekt. In ihren Arbeiten hinterfragt sie Identität, Repräsentation und die Rolle des Bildes in der zeitgenössischen Kultur. Die Ausstellung wurde von dem Gast Kurator Philipp Kaiser organisiert und legt den Schwerpunkt auf ihre Auseinandersetztung des Films und Berühmtheiten des 20 Jhd.

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Cindy Sherman – Untitled Film Stills (1977 – 1980)
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Cindy Sherman – Untitled #571

Hier könnt ihr eines ihrer neuesten Werke aus dem Jahr 2016 sehen. In Untitled 571 setzt sich Cindy Sherman als eine Schauspielerin zu Zeiten des Stummfilms in Szene. Sie kombiniert die Frau mit einem offensichtlich falschen Hintergrund, imitierter Malerei und verwendet gleichzeitig extreme digitale Effekte. Sherman benutzt in ihrer aktuellen Reihe eine neue Drucktechnik der Bilder. Die Werke sind in Farbe auf Metall gedruckt, was den Betrachter an die Aktualität erinnert, auch wenn die Motive nostalgisch wirken.

“She is one of the most important artists of our time, with a body of work that exemplifies the Pictures Generation—artists whose work came to fruition in the age of the proliferation of mass media imagery in the ‘80s, which is relevant to today’s image-saturated world,” Kurator Philipp Kaiser

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Cindy Sherman -Untitled #137
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Cindy Sherman – Untitled #216
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Cindy Sherman – Murder Mystery 1976

Fitzpatrick-Leland House

Durch große Glasfronten blickt man auf Los Angeles herab. Die dreistöckige terrassenförmig angelegte moderne Villa besitzt eine perfekte Lage am Hang des Laurel Canyon und Mulholland Drive. Rudolf Michael Schindler baute 1936 für seinen Auftraggeber Clifton Fritzpatrick ein „Spec-House“, welches das Gebiet für potenzielle Kunden attraktiver machen sollte.

Obwohl das Gebäude auf den ersten Blick keine Gemeinsamkeiten mit seinem 14 Jahre zuvor erbauten Schindler House besitzt, kann man auf den zweiten Blick ein ähnliches Konzept entdecken. Beim durchlaufen der lichtdurchfluteten Räume entwickelt sich durch die unterschiedlichen Deckenhöhen ein besonderes Raumgefühl. Diese Eindruck, der durch die verschachtelten Ebenen entsteht, findet sich auch in der Fassade des Hauses wieder. Dort dominiert das Zusammenspiel der vorstehenden Vordächer das Gesamtbild. Auch im Schindler House ist mir seine Detailgenauigkeit für solche unterschiedliche Ebenen und Volumina aufgefallen. Seine „Space Archictecture“ hat Schindler hier erneut umgesetzt. Durch große Schiebetüren wird an mehreren Stellen im Haus eine Verbindung zu Innen und Außen ermöglicht.

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Rudolf Michael Schindler – Fitzpatrick Leland House

Natürlich dürfen in einem wichtigen Haus der Moderne die Eamse Chairs nicht fehlen. Was man dagegen nicht benötigt hätte, ist der Pool neben der Einfahrt. Er wurde nachträglich eingebaut und passt wegen seiner runden Form überhaupt nicht zu dem kantigen Gesamtbild des Gebäudes.

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Rudolf Michael Schindler – Fitzpatrick Leland House
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Rudolf Michael Schindler – Fitzpatrick Leland House

The Schindler House

Das Schindler Haus liegt so versteckt inmitten von hohen Bambus Sträuchern und Wohnhäusern, dass ich es zuerst übersah und noch einmal umdrehen musste. Als Rudolf Michael Schindler im Jahr 1922 den Pavillon errichtete, stand das Haus noch vollkommen frei in der Kingsroad. Folgt man dem Pfad zum Eingang des Hauses erblickt man eine grüne Oase. Umgeben von Bäumen, Sträuchern und Seerosenbeeten befindet sich eines der ersten modernen Häuser der Welt. Schindler definierte damit die Vorstellungen von öffentlich und privat, sowie innen und außen komplett neu. Außerdem entwickelte er dabei neue Maßstäbe für Design und Konstruktion in der modernen Architektur.

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Rudolf Michael Schindler – The Schindler House

Es existiert keine typischen Front Fassade, man muss das gesamte Gebäude erkunden, von innen und außen, um einen Eindruck des Konzepts zu bekommen. Schindler beschreibt seine Architektur als „Space Architectur“. Im Gegensatz zu damaligen herkömmlichen Konventionen nutze er keine Funktion, Ornamente, Struktur oder Oberfläche als Grundprinzip, sondern arbeitete mit dem Raum. Die Schiebetüren im ganzen Haus lassen sich einfach öffnen, wodurch die Grenzen zwischen draußen und drinnen verschwimmen. Ebenso wie das Gebäude werden also auch die Gärten als Wohnraum genutzt. Inspiriert von seiner Japan Reise ist das Design des Gebäudes von traditionellen japanischen Aspekten geprägt. Außerdem ließ er sich von dem Kalifornischen Klima, dem frühen europäischen Modernismus und den Pueblo Wohnungen in New Mexiko beeinflussen. Schwerer Beton wird von zerbrechlichen Rotholz ausgeglichen. Das Haus entwickelt ein ganz besonderes Raumklima.

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Rudolf Michael Schindler – The Schindler House

Eine weitere Besonderheit des Schindler Hauses sind die Schlafplätze, welche als permanente offene Räume auf dem Dach existieren (hier gut zu sehen, nur mit Holzbalken überdacht und von Pflanzen umwuchert). Von seiner Camping Erfahrung im Yosemite National Park beeinflusst, versucht Schindler das Gefühl der Freiheit einzufangen. Er hat Glück sein Haus an einem fast durchgehend warmen Ort wie Los Angeles errichtet zu haben 😉

 

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Rudolf Michael Schindler – The Schindler House
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Rudolf Michael Schindler – The Schindler House
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Rudolf Michael Schindler – The Schindler House