Dan Flavin – Untitled (for Ksenija)

Gerade eben war es noch kühl. Grün und blau schimmerten die Betonpfeiler im Kunstbau. Jetzt, ein paar Schritte weiter wirkt der Raum ganz anders. Rottöne verteilen sich auf den Wänden und dem Boden. Die Treppe wirkt plötzlich fliederfarben – oder doch eher rosa? Keine Angst, ich habe keine bewusstseinserweiternden Substanzen zu mir genommen. Die aktuelle Ausstellung  im Kunstbau „Untitled (for Ksenija)“ wurde von Dan Flavin entworfen, dem Meister des Lichts und das bereits 1994. Vor 24 Jahren, zur Eröffnung des Kunstbaus, gestaltet Flavin eigens dafür die Installation, welche nun erneut gezeigt wird.

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Kunstbau4.jpgInsgesamt sind vier verschiedenfarbige Lichtschienen aus Neonröhren parallel an der Decke des Ausstellungsraumes angebracht. Rot, Gelb, Blau und Grün. Flavin bedient sich dabei an den Primärfarben, die die Architektur des Raumes bespielen. Nicht nur die Wände, der Boden und die Einbauten werden dabei von dem Licht in Szene gesetzt, auch die BesucherInnen werden von den Farbprojektionen bestrahlt. Mit jedem Schritt fällt das Licht etwas anders und der gesamte räumliche Eindruck verändert sich. Zusätzlich erinnert die schienenartige Installation der Lichter an den darunter liegenden U-Bahnhof, der ebenfalls mit Neonröhren ausgestattet ist.

WANN: bis zum 30. September
WO: Kunstbau, im Zwischengeschoss des U-Bahnhofs Königsplatz, München

Palazzo Ducale – Venezia

Wir befinden uns in Venedig auf dem Piazza San Marco. Selfiesticks, enge Sandalen und kurze Shorts umringen uns. Das Warten wird sich lohnen – Wirklich! Nicht ohne Grund stehen jeden Tag sehr viele Touristen, sehr lange an, um den Palazzo Ducale zu besichtigen. Die bekannte Fassade des Gebäudes, welche auf vielen Postkarten und asiatischen Hochzeitsbildern wiederzufinden ist, wurde von byzantinischen Einflüssen geprägt. Kennzeichnend dafür ist die Verwendung von farbigen Baumaterial, weswegen der Palazzo Ducale (und auch der Rest Venedigs) in Pastellfarben strahlt.

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Nach Betreten des offiziellen Einganges erstreckt sich ein großer Innenhof vor den Besuchern, der ebenso beeindruckend wie die Außenfassade ist. Um in das Obergeschoss zu gelangen müssen wir die Stufen der Scala dei Giganti hinauf laufen. Freundliche Mitarbeiter weisen uns den Weg in die zugänglichen Räumlichkeiten. Die venezianische Vorliebe für goldene Ornamente und eine prunkvolle, künstlerische Ausarbeitung, wird bereits im Treppenaufgang sichtbar.

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Die Innenräumes des Palazzo Ducale sind von meterlangen Wandgemälden, dunklem Holz und viel Gold geprägt. Diese Gestaltung hatte nur einen Zweck – die Darstellung von der Macht und des Reichtums Venedigs. Der größte Saal des Palazzos ist zugleich der eindrucksvollste. 54 Meter Länge misst der Saale des Großen Rates. Darin befindet sich das seinerzeit größte Ölgemälde, welches sich über 22 Meter erstreckt und von Jacopo Tintoretto gefertigt wurde. Es zeigt das Paradies, in dem Jesus ein Gewand trägt, welches normalerweise dem Dogen vorenthalten war. Er wird zu dem himmlischen – zu dem wahren Dogen von Venedig. Auch 500 Jahre später können wir uns immer noch an dieser gekonnten Selbstinszienierung erfreuen, die übrigens am goldensten in der Abendsonne erscheint.

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Zaha Hadid – Library & Learing Center

Wien kann mehr als nur Historismus. „Ornament ist ein Verbrechen“ – Adolf Loos wäre stolz gewesen auf den Campus der Wirtschaftsuniversität Wien. Dort reiht sich ein modernes Bauwerke neben dem Anderen. Sechs international anerkannte Architektenbüros durften sich auf dem 2013 eröffneten neuen Campus der WU verewigen. Der  Mittelpunkt des Geländes wird von einem besonders eindrucksvollem Bauwerk gekennzeichnet – das Library & Learning Center von Zaha Hadid. Schon von Weitem erkennt man die charakteristische Ästhetik, der viel zu früh verstorbenen Architektin. Wie ein spitzer Fels ragt der dunkle Baukörper in den Platz hinein. Er hebt sich wortwörtlich von der ansonsten hellen Fassade ab. Kontinuierliche Fensterbänder durchziehen das Gebäude horizontal, wodurch sich der restliche Campus in der Bibliothek spiegelt.

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Wie sich der Eingangsbereich im Inneren des Gebäudes spiralförmig über die sechs Geschosse erstreckt, konnte ich mir leider nur in Gedanken vorstellen, da die Universität geschlossen hatte als ich Zaha Hadids Meisterwerk diesen Sommer besuchte.

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Atelierhäuser, Architektur und Kunst

Auch abseits des Museumsareals, der Galerien und Sehenswürdigkeiten gibt es in München einiges zu entdecken. Nur woher bekommt man die Insider Tipps und Zugänge zu etwas versteckten Orten? ARCHITEKTUR UND KUNST Touren können einem da weiter helfen. Zwei Kunsthistorikerinnen und eine Architektin vereinen meine zwei Lieblings Themengebiete – Architektur und Kunst. Seit über zwei Jahren bieten die drei Expertinnen Führungen an, die das Zusammenspiel der beiden Themen genauer untersuchen. Bereits 15 Touren haben sie organisiert und in der Juli Tour 2017, die unter dem Thema „Atelierhäuser, Architektur und Kunst“ stand, durfte ich auch dabei sein.

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Atelier Rosa
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Atelier Rosa

Unser erster Halt war das Atelier Rosa. Niemals hätte ich einen solchen beeindruckenden, modernen Bau inmitten einer (sehr) ruhigen Wohngegend vermutet. Beton, Licht und Glas. Meine drei Lieblings Merkmale eines modernen Baus lassen sich hier wiederfinden – nur diese drei Merkmale. Zwei gegenüberliegende, große Glasfronten ziehen sich über die zwei Stockwerke des Gebäudes. Die restlichen Wände, sowie die Treppe und das Boden bestehen aus Beton. Beton-Minimalismus beschreibt den Raum wirklich perfekt. Das Atelier wurde zum arbeiten gebaut und wurde als Arbeit gebaut, denn der skulpturale Charakter ist sehr präsent und prägt das Gebäude – es ist ein Raumkunstwerk.

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Atelier Maria Wallenstal-Schoenberg
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Atelier Hauchun Kwong

Nachdem wir mit zwei Taxis zu unserer zweiten Station gefahren wurden, befanden wir uns vor den Domagkateliers. Hier befinden sich 95 Ateliers in einem alten Militärgebäude. Davon durften wir vier näher betrachten. Ein starkes Kontrastprogramm zu dem einsamen Atelier Rosa. Maria Wallenstal-Schoenberg, Yonbo Zhao, Hauchun Kwong und Yoshiyuki Miura haben uns den Ort ihres kreatives Arbeiten gezeigt. Intime Einblicke wurden uns geboten, als wir die einzelne Ateliers und ihre KünstlerInnen kennenlernen durften. Jeder Einzelne gestaltete und nutzt seinen Raum unterschiedlich. Teilweise ist es sehr wohnlich eingerichtet, andere Ateliers wiederum haben einen Werkstattcharakter. Die Individualität zeigt sich deutlich – auch wenn die Künstler hier vor allem die Gemeinschaft schätzen.


Weitere Informationen zu

ARCHITEKTUR UND KUNST eine Kooperation von FILOMELE, Sammlung Goetz und guiding architects munich

Im Herbst wird es weitere Führungen geben! 🙂

 

Das Futuro Haus – Matti Suuronen

Es ist gelandet. Das Ufo ist da. Schon seit ein paar Wochen beobachte ich die Aufbauarbeiten vor der Pinakothek der Moderne. Nachdem ich gesehen hatte, was genau dort aufgebaut wird, habe ich mich noch mehr darauf gefreut. Es ist als hätten die Kuratoren der Neuen Sammlung meinen Artikel über den LoftCube gelesen. Darin erwähnte ich auch, dass Werner Aisslinger nicht der Erste war, der die Vision von einem kleinem, mobilen Haus hatte. Schon in den 60er Jahren entwickelte Matti Suuronen ein 36m² großes, hauptsächlich aus Kunststoff bestehendes Rundhaus, welches auf einem Metallgerüst über den Boden schwebt. Ursprünglich wollte Suuronen das Futuro Haus als Skihütte benutzten, denn vor allem in schwer zugängliche Gebiete kann es einfach mit einem Hubschrauber transportiert und abgesetzte werden. Doch durch individuelle Gestaltung des Innenraumes kann das Häuschen auch als Arztpraxis, Wochenendhaus oder als Veranstaltungsraum genutzt werden. Wie es im Inneren des Futuro Hauses aussieht, müsst ihr selbst herausfinden – ein Besuch zu den Öffnungszeiten steht noch auf meiner To-Do Liste.

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Öffnungszeiten

Donnerstag 15:00 bis 20:00 Uhr

Samstag und Sonntag 15:00 bis 18:00 Uhr

Homepage

 

Container Collectiv

Wer von euch meinen Beitrag über das Village Underground Lisboa gelesen hat weiß, dass ich ein Faibel für bunte Containerhaufen habe. Jetzt muss ich dafür nicht mehr nach Lissabon fliegen, sondern kann auch im schönen München  bleiben. München und kreative Subkultur? Vor einigen Jahren hätte man die Begriffe wohl nicht in Zusammenhang gebracht, doch in München ändert sich einiges. Deshalb wird am Ostbahnhof bald viel mehr los sein, denn dort entsteht das „Werksviertel“. Wohnraum für bis zu 3000 Menschen und 7000 neue Arbeitsplätze sollen dort entstehen. Noch ist das ganze Viertel im Umbau. Diese Chance haben die Gründer des Container Colletivs ausgenutzt.

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Container Collectiv
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Container Collectiv

In drei Jahren (oder hoffentlich noch später) soll auf dem Platz, wo sich die 27 Schiffscontainer auftürmen, ein Hotel gebaut werden. Noch ist es aber nicht so weit und wir können uns auf einen neuen Lieblingshotspot für den Sommer freuen. Eines ist mir nämlich sofort aufgefallen als ich das Collectiv betrat – super viele Liegestühle, Drinks und gut gelaunte Menschen. Die perfekte Mischung also um dort die lauen Sommernächte zu verbringen. Leckeres Essen und gute Drinks sind schon vorprogrammiert, denn die Gründer des Container Collectives sind niemand anderes als Robinson Kuhlmann, Neville Kuhlmann und Markus Frankl. Die Drei sind bereits für andere Lokalitäten in München verantwortlich, wie das Attentat Griechischer Salat, die Schnelle Liebe oder die Robinson Bar. Auf dem Gelände des Collectives betreiben sie die Bar of Bel Air (mit einem Sonnendeck!) und das Cafe Kaserne de Jainero im Erdgeschoss.

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Container Collectiv
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Container Collectiv

Die restlichen Container sind teilweise schon bezogen und dienen als Atelier oder Büro kreativer Köpfe. Darunter befindet sich auch ein Plattenlabel, ein Radiosender oder eine Hobby-Motoradwerkstatt des Crux Teams. Ich bin gespannt was sich in den drei Jahren noch alles entwickeln wird und werde hier wohl einige Zeit verbringen.

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Kunsthalle Weishaupt – Best of 10 Jahre

Einer meiner absoluten Lieblingsorte in Ulm ist die Kunsthalle Weishaupt. Danke Siegfried und Jutta Weishaupt, dass ihr eure bemerkenswerte Sammlung an einem solch schönen Ort präsentiert! Wer sich gerne in hohen, offenen Räumen aufhält und dabei interessante Kunstwerke betrachten möchte, wird sich dort ebenfalls sehr wohl fühlen. Schon seit 10 Jahren existiert der von dem Architekten Wolfram Wöhr geplante Museumsbau schon in der Neuen Mitte Ulms. Die Kunsthalle Weishaupt hat zum Anlass dieses Jubiläums die Ausstellung „Best of 10 Jahre“ kuratiert, welche seit anfang April zu sehen ist.

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Keith Haring
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Günther Uecker
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Karl Gerstner

 Die ersten Kunstwerke können bereits von der Straße aus betrachtet werden. Neben Keith Harings „Red Dog for Landois“ Skulptur, die ihren festen Platz vor der Kunsthalle hat, kann man noch eine etwas andere Version des Ulmer Münster finden. Hinter der gläsernen Frontfassade des Museums wirkt die Lichtinstallation „Ulm Ultimate Cathedral“ von Francois Morellet wie eingerahmt. Meiner Meinung nach ist es die beste Idee überhaupt, dass ein Museumsbau nicht nur nach Innen sondern auch nach Außen als Ausstellungsort fungieren kann. Der gut durchdachte, funktionale Aufbau wird auch im Inneren der Kunsthalle sichtbar. Nachdem man im Erdgeschoss seine Taschen und Jacken verstaut hat, begibt man sich auf einer tageslichtdurchfluteten, minimalistischen (meiner Meinung nach wunderschönen) Betontreppe in den ersten Stock, wo sich auch der erste Ausstellungsbreich befindet. Geometrisch – konkrete Kunst von Künstlern wie Karl Gerstner oder Victor Vasarely ist dort ausgestellt, sowie Arbeiten der Gruppe ZERO und Werke aus derem Umfeld. Auch amerikanische Kunst ab den 1950er Jahren ist in dem offenen, hellen Raumgefüge zu finden. Werke von Roy Lichtenstein, Dan Flavin und Keith Haring sind dort vertreten.

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John Chamberlain
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John Chamberlain
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Andy Warhol
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Kunsthalle Weishaupt

Auch im zweiten Obergeschoss sind international bekannte Künstler vertreten. Großformatige Werke von Andy Warhol, Robert Longo und Michel Basquiat können hier bestaunt werden. In den über 5 Jahrzehnten in denen das Ehepaar Weishaupt nun schon wertvolle Kunstwerke hortet, hat sich wirklich einiges angesammelt. Zum Glück!

weitere Informationen auf der Homepage

Village Underground – Lisboa

Niemand ist zu sehen. Etwas skeptisch laufe ich an alten Straßenbahnen, leeren Fabrikhallen und stillgelegten Maschinen vorbei. Ich bin auf der Suche nach einem ganz besonderen Kultur Projekt – dem Village Underground Lisboa. Nach wenigen Minuten habe ich mein Ziel dann doch erreicht. Vor mir türmen sich Doppeldeckerbusse und Container aufeinander. Bäume und Blumen wachsen zwischen Bänken, auf denen fröhliche, junge Menschen sitzen und essen. Vor allem die Architektur der Anlage fasziniert mich, denn die einzelnen gestapelten Container sind alle miteinander verbunden. Es ist möglich zwischen den verschiedenen Ebenen umherzuwandern, sowie kleine Pausen einzulegen und gemütlich auf der Stahltreppe zu entspannen, wo immer wieder Sitzmöglichkeiten bereit stehen. Es ist ein vernetzter, kommunikativer Ort entstanden, was sich in dem Aufbau der Anlage perfekt widerspiegelt.

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Village Underground Lisboa
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Village Underground Lisboa
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Village Underground Lisboa
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Village Underground Lisboa

Das erste Village Underground wurde 2007 in London gegründet und seit 2014  befindet sich ein zweites Projekt in Lissabon. Als internationale Plattform, die ihren Hauptsitz in Schweden hat, ist das Village ein perfekter Treffpunkt für alle kreativen, weltoffenen Leute. In den 14 Containern befinden sich zahlreiche Arbeitsplätze und Konferenzräume für professionelle kreative Köpfe, die gemietet werden können. In den beiden Doppeldeckerbussen kann dann nach der harten Arbeit gegessen und getrunken werden. Das Village bereichert nicht nur die Personen, die den multikulturellen Ort nutzen können, es bringt auch wieder Leben in ungenutzte Bereiche der Stadt und recycelt zudem ausgediente Dinge. Die Plattform dient als Raum für Ausstellungen, Theater Aufführungen oder Konzerte und bietet ein abwechslungsreiches Programm. Wenn ihr einmal in Lissabon seid, solltet ihr diesen besonderen Ort unbedingt einen Besuch abstatten (besonders schön ist dort auch der Sonnenuntergang).

LoftCube

Nein es ist kein Ufo. Auch wenn man es auf den ersten Blick denken könnte. Der nette Sicherheitsmann vor Ort erklärte mir was es sein soll: die Zunkunft. Ja diese kleine frei stehende Moduleinheit, die sich momentan vor der Pinakothek der Moderne befindet, soll unsere Wohnkultur verändern, zum Besseren versteht sich. Vor ein paar Wochen stand der LoftCube plötzlich  im Museumsviertel. Ich bin schon oft daran vorbei gelaufen und habe mich gefragt, was es eigentlich damit auf sich hat. Besichtigen kann man ihn nur Sonntags von 15 bis 18 Uhr und endlich ich habe es geschafft mir das ganze mal näher anzusehen. Auf vier Stützen schwebt der moderne, weiße LoftCube über den Boden und wird über eine hölzerne Treppe betreten. Der Innenraum – es existiert nur ein Raum – ist sehr schlicht gehalten. Nur ein paar Schränke, ein Tisch und Stühle befinden sich dort. Ich habe mir im Vorfeld wilde Dinge überlegt die sich darin befinden könnten und werde ein bisschen enttäuscht. Besondere Designer Möbel oder eine winzige Wohnung mit Küche und Bad hätten dort sein können. Aber es geht dabei ja vor allem um das Konzept bei diesem Ausstellungsstück. Werner Aisslinger heißt der Designer des LoftCubes. Er will damit ein mobiles Heim schaffen, das in nur 2 Tagen aufgebaut ist und sich in nur wenigen Stunden schon wieder an einem anderen Ort befinden kann. Damit kann der Besitzer des Würfels eine Woche auf dem Dach eines Hochhauses wohnen und die nächste Woche in den Berge aufwachen. Die Wohnung wird zum praktischen Rucksack, der auch noch gut aussieht.  Es ist eine Idee, welche auch schon in der Weißenhof Siedlung behandelt wurde –  der eine perfekte, funktionale und minimalistische Wohnraum. Werner Aisslinger hebt dieses Konzept nun auf eine neue Ebene, indem er diesen Wohnraum auch noch mobil macht. Das Konzept ist ihm gelungen, aber ob es sich in der realen Welt durchsetzt wird werden wir sehen, denn die Idee existierte schon in den 60ern. Matti Suuronen entwickelte ähnliche mobile Wohneinheiten, mit dem „Futuro house“ allerdings eine Version, die die Marsmenschen und alle anderen UFO-Bewohner noch glücklicher macht.

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LoftCube – Werner Aisslinger
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LoftCube – Werner Aisslinger

The Getty Center – Los Angeles

Die Studenten unter uns werden jetzt aufhorchen. Ja es stimmt wirklich. Es ist Gratis. Eines der schönsten Ausflugsziele in Los Angeles ist das Getty Center und es ist umsonst. Erbaut wurde es 1987 bis 1997 von Richard Meier für den J. Paul Getty Trust. Weil der Gebäudekomplex so einzigartig in den Santa Monica Mountains thront, wird man von einer kleinen Standseilbahn nach oben gebracht. Dort angekommen erstrecken sich 110 Hektar mit Gebäuden, Skulpturen und Gärten. Nach dem Durchschreiten der Museumslobby erblickt man mehrere Bauten, die um einen zentralen Platz organisiert sind. Darin befinden sich verschiedene Galerien und Ausstellungsräume. Obwohl es nicht ein einzelnes Gebäude, sondern ein ganzer Komplex ist, wirkt das Getty Center homogen und einheitlich.

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Richard Meier – Getty Center

Der Architekt Richard Meier entwarf ebenfalls das Getty Conservation Institute, welches sich in Sichtweite befindet aber vor allem von Mitarbeitern genutzt wird. Richard Meiers typischer Stil ist in jedem Gebäude erkennbar. Strahlend weiße Oberflächen, lichtdurchflutete Räume und klare Linien ziehen sich durch den gesamten Komplex. Ein weiteres auffallendes Merkmal des Getty Centers ist der strukturierte, quadratische Travertin. Durch seine helle, beige Farbe fängt er das kalifornische Licht perfekt ein und lässt es leuchten. Meier ist natürliches Licht sehr wichtig und so ist es keine Überraschung, dass er große Fensterfronten in jedes Gebäude einplante.

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Richard Meier – Getty Center

Ein weiteres Highlight des Getty Centers sind die offenen, grünen Gärten. Von dort aus erblickt man ein wunderschönes Panorama über Los Angeles. Der Besuch lohnt sich also auch, wenn man nicht an Kunst oder Architektur interessiert ist 😉

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Richard Meier – Getty Center
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Richard Meier – Getty Center
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Richard Meier – Getty Center