Ich bin wieder da!

Ein Auslandssemester in Venedig, ein dreimonatigem Praktikum in Berlin, eine Bachelorarbeit Abgabe und einem Umzug später habe ich nun endlich die Zeit gefunden eine Kleinigkeit zu schreiben. In den vergangen Monaten war einiges los in meinem Leben, worunter mein geliebter Kunst-Blog sehr gelitten hat. In sporadischen Abständen habe ich zwar immer mal wieder einen Beitrag veröffentlicht aber in den letzten vier Monaten hatte ich leider nicht einmal mehr dafür Zeit. Jeff Wall hatte mich in Beschlag genommen. Genauer gesagt sein Werk „Morning Cleaning, Mies van der Rohe Foundation, Barcelona“ aus dem Jahr 1999. Nun ist die Arbeit schon länger abgegeben, mein Bachelorstudium beendet und weil es so schön war wird im Herbst das Master Studium in Kunstgeschichte gleich angehängt.

Genug Ausreden. Ich möchte nur sagen, dass ich in Zukunft wieder öfter schreiben werde und regelmäßiger posten möchte.

Übrigens veröffentliche ich jeden Monatsanfang meine Kunst-Tipps für München auf Munich Mag!

Liebe Grüße,

Julia

(Ich hatte vor kurzem auch Geburtstag, noch ein Grund wieso ich keine Zeit hatte)

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Container Collectiv

Wer von euch meinen Beitrag über das Village Underground Lisboa gelesen hat weiß, dass ich ein Faibel für bunte Containerhaufen habe. Jetzt muss ich dafür nicht mehr nach Lissabon fliegen, sondern kann auch im schönen München  bleiben. München und kreative Subkultur? Vor einigen Jahren hätte man die Begriffe wohl nicht in Zusammenhang gebracht, doch in München ändert sich einiges. Deshalb wird am Ostbahnhof bald viel mehr los sein, denn dort entsteht das „Werksviertel“. Wohnraum für bis zu 3000 Menschen und 7000 neue Arbeitsplätze sollen dort entstehen. Noch ist das ganze Viertel im Umbau. Diese Chance haben die Gründer des Container Colletivs ausgenutzt.

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Container Collectiv
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Container Collectiv

In drei Jahren (oder hoffentlich noch später) soll auf dem Platz, wo sich die 27 Schiffscontainer auftürmen, ein Hotel gebaut werden. Noch ist es aber nicht so weit und wir können uns auf einen neuen Lieblingshotspot für den Sommer freuen. Eines ist mir nämlich sofort aufgefallen als ich das Collectiv betrat – super viele Liegestühle, Drinks und gut gelaunte Menschen. Die perfekte Mischung also um dort die lauen Sommernächte zu verbringen. Leckeres Essen und gute Drinks sind schon vorprogrammiert, denn die Gründer des Container Collectives sind niemand anderes als Robinson Kuhlmann, Neville Kuhlmann und Markus Frankl. Die Drei sind bereits für andere Lokalitäten in München verantwortlich, wie das Attentat Griechischer Salat, die Schnelle Liebe oder die Robinson Bar. Auf dem Gelände des Collectives betreiben sie die Bar of Bel Air (mit einem Sonnendeck!) und das Cafe Kaserne de Jainero im Erdgeschoss.

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Container Collectiv
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Container Collectiv

Die restlichen Container sind teilweise schon bezogen und dienen als Atelier oder Büro kreativer Köpfe. Darunter befindet sich auch ein Plattenlabel, ein Radiosender oder eine Hobby-Motoradwerkstatt des Crux Teams. Ich bin gespannt was sich in den drei Jahren noch alles entwickeln wird und werde hier wohl einige Zeit verbringen.

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Village Underground – Lisboa

Niemand ist zu sehen. Etwas skeptisch laufe ich an alten Straßenbahnen, leeren Fabrikhallen und stillgelegten Maschinen vorbei. Ich bin auf der Suche nach einem ganz besonderen Kultur Projekt – dem Village Underground Lisboa. Nach wenigen Minuten habe ich mein Ziel dann doch erreicht. Vor mir türmen sich Doppeldeckerbusse und Container aufeinander. Bäume und Blumen wachsen zwischen Bänken, auf denen fröhliche, junge Menschen sitzen und essen. Vor allem die Architektur der Anlage fasziniert mich, denn die einzelnen gestapelten Container sind alle miteinander verbunden. Es ist möglich zwischen den verschiedenen Ebenen umherzuwandern, sowie kleine Pausen einzulegen und gemütlich auf der Stahltreppe zu entspannen, wo immer wieder Sitzmöglichkeiten bereit stehen. Es ist ein vernetzter, kommunikativer Ort entstanden, was sich in dem Aufbau der Anlage perfekt widerspiegelt.

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Village Underground Lisboa
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Village Underground Lisboa
Urban
Village Underground Lisboa
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Village Underground Lisboa

Das erste Village Underground wurde 2007 in London gegründet und seit 2014  befindet sich ein zweites Projekt in Lissabon. Als internationale Plattform, die ihren Hauptsitz in Schweden hat, ist das Village ein perfekter Treffpunkt für alle kreativen, weltoffenen Leute. In den 14 Containern befinden sich zahlreiche Arbeitsplätze und Konferenzräume für professionelle kreative Köpfe, die gemietet werden können. In den beiden Doppeldeckerbussen kann dann nach der harten Arbeit gegessen und getrunken werden. Das Village bereichert nicht nur die Personen, die den multikulturellen Ort nutzen können, es bringt auch wieder Leben in ungenutzte Bereiche der Stadt und recycelt zudem ausgediente Dinge. Die Plattform dient als Raum für Ausstellungen, Theater Aufführungen oder Konzerte und bietet ein abwechslungsreiches Programm. Wenn ihr einmal in Lissabon seid, solltet ihr diesen besonderen Ort unbedingt einen Besuch abstatten (besonders schön ist dort auch der Sonnenuntergang).

Ein Sonntagnachmittag im Vorhölzer Forum

Eines meiner Lieblingscafés  ist das Vorhölzer Forum. Im fünften Stock der Technischen Universität hat man einen perfekten Blick über München. Besonders schön ist dort der Sonnenuntergang und bei klarem Wetter ist es sogar möglich die Berge am Horizont zu erkennen. Das wollten sich am vergangenen Sonntag außer mir aber auch circa 100 andere Leute nicht entgehen lassen. Das einzige Problem am Vorhölzer Forum ist tatsächlich die Ansammlung zahlreicher Mitglieder der Münchner Schickeria. So kann es bei schönem Wetter schon mal eng werden, aber bis jetzt habe ich noch immer ein Plätzchen gefunden. Neben der schönen Aussicht gibt es auch noch leckere Frühstücksangebote (der Sonntagsbrunch ist nur zu empfehlen), guten Kaffee und köstliche Pizzen, bei denen das Preisleistungsverhältnis stimmt. Ein Tipp von mir: Freundet euch mit Architektur Studenten an, den sie bekommen auf alles 30%! Das Vorhölzer Forum befindet sich nämlich nicht nur in der Universität, sondern gehört auch zur  Fakultät der Architekten.

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Whale Watching in Monterey

10 Uhr, 10 Grad, und Nebel. Als wir in Monterey, einer kleinen schönen Küstenstadt in Kalifornien, die Caroline betreten haben, war ich trotz der Bedingungen sehr gut gelaunt. Auf unserem Halt zwischen Lake Tahoe und San Francisco hatte ich zum ersten Mal die Gelegenheit Wale zu beobachten. Also machten wir uns morgens auf den Weg zum Hafen. Wir fuhren in unserem kleinen Boot, mit etwa 30 Passagieren, immer gerade aus, auf das offene Meer. Der Nebel lichtete sich bald und wir hatten eine relativ weitläufige Sicht. Nach ungefähr einer Stunde Fahrt sahen wir erste Lebenszeichen. Das Meer wurde unruhig und zuerst tauchten viele kleine, braune Körper auf, die nach  ein paar Minuten wieder verschwanden. Kurze Zeit danach durchbrachen zwei wunderschöne, dunkelgraue Wale die Oberfläche. Zusammen mit Seelöwen jagten dort zwei Buckelwale. Unter Wasser treiben sie die Fischschwärme zusammen. Es war faszinierend. Diesen riesigen Tieren so nah zu sein war beeindruckend. Wir wechselten unseren Standort noch zwei Mal und konnten so noch drei weitere Buckelwale sehen, die ebenfalls mit den Seelöwen auf Jagd waren.

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Durch das wacklige Boot und um ja nichts zu verpassen haben über 400 Bilder geschossen (von denen 350 unscharf geworden sind). Es kann auch vorkommen, dass kein einziger Wal auftaucht aber wir hatten Glück. Mehrere Jacken, Mützen und Schals sind zu empfehlen, sowie einen unempfindlichen Magen. Ich persönlich liebe es in einem wackelnden Boot zu sitzen, es erinnert mich an Achterbahn fahren. Aber ein paar Meter neben mir mussten zwei Passagiere die Wale – äh Fische füttern 😉

Nach 2 Stunden machten wir uns auf den Rückweg in den Monterey Hafen. Kurz davor, direkt an der Küste, befindet sich sehr viel Seetang an der Oberfläche. Dort tummeln sich immer viele niedliche Meeresotter.

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