The Getty Center – Los Angeles

Die Studenten unter uns werden jetzt aufhorchen. Ja es stimmt wirklich. Es ist Gratis. Eines der schönsten Ausflugsziele in Los Angeles ist das Getty Center und es ist umsonst. Erbaut wurde es 1987 bis 1997 von Richard Meier für den J. Paul Getty Trust. Weil der Gebäudekomplex so einzigartig in den Santa Monica Mountains thront, wird man von einer kleinen Standseilbahn nach oben gebracht. Dort angekommen erstrecken sich 110 Hektar mit Gebäuden, Skulpturen und Gärten. Nach dem Durchschreiten der Museumslobby erblickt man mehrere Bauten, die um einen zentralen Platz organisiert sind. Darin befinden sich verschiedene Galerien und Ausstellungsräume. Obwohl es nicht ein einzelnes Gebäude, sondern ein ganzer Komplex ist, wirkt das Getty Center homogen und einheitlich.

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Richard Meier – Getty Center

Der Architekt Richard Meier entwarf ebenfalls das Getty Conservation Institute, welches sich in Sichtweite befindet aber vor allem von Mitarbeitern genutzt wird. Richard Meiers typischer Stil ist in jedem Gebäude erkennbar. Strahlend weiße Oberflächen, lichtdurchflutete Räume und klare Linien ziehen sich durch den gesamten Komplex. Ein weiteres auffallendes Merkmal des Getty Centers ist der strukturierte, quadratische Travertin. Durch seine helle, beige Farbe fängt er das kalifornische Licht perfekt ein und lässt es leuchten. Meier ist natürliches Licht sehr wichtig und so ist es keine Überraschung, dass er große Fensterfronten in jedes Gebäude einplante.

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Richard Meier – Getty Center

Ein weiteres Highlight des Getty Centers sind die offenen, grünen Gärten. Von dort aus erblickt man ein wunderschönes Panorama über Los Angeles. Der Besuch lohnt sich also auch, wenn man nicht an Kunst oder Architektur interessiert ist 😉

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Richard Meier – Getty Center
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Richard Meier – Getty Center
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Richard Meier – Getty Center

The Broad Museum

Wie ein riesiger, weißer Quader thront neben der Walt Disney Concert Hall ein neues Gebäude. The Broad Museum. Meine Freunde und Familie können bezeugen wie begeistert ich von dem Museum bin, denn sie mussten mehrmals die Erzählungen und (sehr viele) Bilder über sich ergehen lassen. Es war wirklich das beste Museum in dem ich jemals war. Alles hat perfekt gepasst, die Architektur, die Lage und vor allem die Kunstwerke. Ich persönlich interessiere mich vor allem für zeitgenössische Kunst, weswegen meine Wünsche alle erfüllt wurden. Über Jeff Koons, Cindy Sherman, Andreas Gursky, Joseph Beuys bis hin zu Jean-Michel Basquiat – und vielen weiteren – sind so gut wie alle wichtigen zeitgenössische Künstler vertreten (Wer Dürer und co. sehen will, würde hier nicht glücklich werden).

The Broad Museum ist ein privates Museum für zeitgenössische Kunst in Downtown Los Angeles. Es wurde am 15.09.2015 eröffnet und enthält die Sammlung der Auftraggeber Eli und Edyth Broad. In Zusammenarbeit mit Gensler Architects entwarf und realisierte das Architekten Büro Diller Scifidio + Renfro das Bauwerk. Schon das Gebäude ist ein Kunstwerk. Die helle Fassade mit den wabenartigen, regelmäßigen Ausbuchtungen liegt wie eine Hülle über dem inneren Kern. Besonders gut kann man das am Eingang des Museum erkennen, wo die Besucher zwischen Außenfassade und Glasfront auf den Einlass warten. Im Erdgeschoss befindet sich neben der Kasse, dem Shop und der Garderobe ein geschlossener Bereich, der für temporäre Ausstellungen genutzt wird. Während meines Besuchs im September wurde dort Cindy Sherman – Imitation of Life ausgestellt.

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The Broad Museum – Vorgelagerte Fassadee
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THe Broad Museum – Auf der Rolltreppe
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The Broad Museum – Blick auf die Walt Disney Concert Hall

Eine Rolltreppe bringt die Besucher in die Dauerausstellung des Broad Museums. Schon beim hochfahren war ich überwältigt. Die gesamte obere Fläche des Gebäudes ist ein offener Raum, der nur durch Trennwände unterteilt wird. Diese Wände schließen jedoch nicht nach oben ab, weswegen ein offenes, freies Raumgefühl entsteht. Die Außenfassade schwebt über einem Quader, der komplett aus Glas besteht. Dadurch ist die gesamte Ausstellungsfläche sehr hell, was auch von den weißen Wänden unterstützt wird. Was mir außerdem sehr gefallen hat, ist die Art und Weise wie die Kunstwerke präsentiert werden. Grob sortiert nach Künstlern, hat jedes Werk genug Platz um seine Wirkung zu entfalten. Zu voll gestopfte Museen finde ich persönlich nicht gut. Über mein absolutes Highlight der Ausstellung habe ich schon einen eigenden Blogbeitrag geschrieben, doch es gab natürlich noch mehr interessante Kunstwerke zu sehen.

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Jeff Koons – Tulip, 1995 – 2005
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Ed Ruscha – Norm’s, La Cienega on Fire, 1964
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Roy Lichtenstein – Goldfish Bowl, 1977
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Sherrie Levine – Fountain (Buddha), 1996
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Jeff Koons – Rabbit, 1996

In den blanken, spiegelnden Oberflächen kommt die Fassade des Broad Museums besonders gut zur Geltung 😉

Whale Watching in Monterey

10 Uhr, 10 Grad, und Nebel. Als wir in Monterey, einer kleinen schönen Küstenstadt in Kalifornien, die Caroline betreten haben, war ich trotz der Bedingungen sehr gut gelaunt. Auf unserem Halt zwischen Lake Tahoe und San Francisco hatte ich zum ersten Mal die Gelegenheit Wale zu beobachten. Also machten wir uns morgens auf den Weg zum Hafen. Wir fuhren in unserem kleinen Boot, mit etwa 30 Passagieren, immer gerade aus, auf das offene Meer. Der Nebel lichtete sich bald und wir hatten eine relativ weitläufige Sicht. Nach ungefähr einer Stunde Fahrt sahen wir erste Lebenszeichen. Das Meer wurde unruhig und zuerst tauchten viele kleine, braune Körper auf, die nach  ein paar Minuten wieder verschwanden. Kurze Zeit danach durchbrachen zwei wunderschöne, dunkelgraue Wale die Oberfläche. Zusammen mit Seelöwen jagten dort zwei Buckelwale. Unter Wasser treiben sie die Fischschwärme zusammen. Es war faszinierend. Diesen riesigen Tieren so nah zu sein war beeindruckend. Wir wechselten unseren Standort noch zwei Mal und konnten so noch drei weitere Buckelwale sehen, die ebenfalls mit den Seelöwen auf Jagd waren.

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Durch das wacklige Boot und um ja nichts zu verpassen haben über 400 Bilder geschossen (von denen 350 unscharf geworden sind). Es kann auch vorkommen, dass kein einziger Wal auftaucht aber wir hatten Glück. Mehrere Jacken, Mützen und Schals sind zu empfehlen, sowie einen unempfindlichen Magen. Ich persönlich liebe es in einem wackelnden Boot zu sitzen, es erinnert mich an Achterbahn fahren. Aber ein paar Meter neben mir mussten zwei Passagiere die Wale – äh Fische füttern 😉

Nach 2 Stunden machten wir uns auf den Rückweg in den Monterey Hafen. Kurz davor, direkt an der Küste, befindet sich sehr viel Seetang an der Oberfläche. Dort tummeln sich immer viele niedliche Meeresotter.

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