Korean: Design + Plakat

Als ich vor ein paar Tagen meine frisch ergatterten Plakate von Koller Auktionen in den Gang meiner WG hängte, fragte mein Mitbewohner “ Meinst du nicht, sie würden in einem Rahmen besser aussehen?“ Nein, denke ich nicht. Plakate sind meiner Meinung nach nicht dafür gemacht in einem Rahmen zu hängen. Die Kuratoren der Pinakothek der Moderne sind offensichtlich derselben Meinung wie ich. Bis zum 18.06.17 sind einige Designs, Kunsthandwerk und Plakate aus Südkorea im Erdgeschoss des Museums zu sehen – ganz ohne Rahmung, puristisch an der Wand. Die Plakate, beginnend ab den 1980 Jahren, sind zu unterschiedlichsten Veranstaltungen, Ausstellungen und Ankündigungen entworfen worden. In Korea bedeutet Design zum einem Kunsthandwerk und zum anderem Gestaltung von Industrieprodukten. Das koreanische Kunsthandwerk zeichnet sich in erster Linie durch die Suche nach der einfachen Schönheit in Alltagsprodukten aus. Nun hat die Koreanische Welle auch den Westen erreicht, besser gesagt die Pinakothek der Moderne in München. Graphikdesign in Korea ist stilistisch breit gefächert und wird von Pop Art und Comics, sowie von Bauhaus und Schweizer Typografie beeinflusst. An den Ausstellungsstücken der zeitgenössischen Künstler ist das besonders gut zu erkennen. Koreanische Hangul-Typographie trifft auf bunte Farben und geometrische Formen. 3D Renderings hängen neben einfachen Skizzenzeichnungen und alten Schwarz-Weiß Fotografien. Die rund 100 Arbeiten von 25 Grafikern und Studios schaffen dem Betrachter einen guten Überblick über Koreanisches Design. Das war auch nötig, denn bis jetzt hatte ich mich noch nie damit beschäftigt und bin froh, dass die Neue Sammlung erstmals eine Ausstellung über Koreanisches Desgin  zeigt. Ich hoffe in Zukunft noch mehr Ausstellungen in diese Richtung zu sehen!

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Korean Design
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Korean Design
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Korean Design

Korean Design ist noch bis 18. Juni 2017 in der Pinakothek der Moderne zu sehen.